Wir hatten ganze fünf Schritte zu gehen, aber Yann handhabte sein Bambusst?ckchen, als ob er im Bois de Boulogne lustwandle.
Im Grandhotel ging es schon laut her. Die Fischer schwangen die Gl?ser in den steifen H?nden, sie sprachen wie F?sser und R?hren, stie?en sich gutmütig mit den F?usten und spritzten einander ganze Duschen von Schnaps ins Gesicht, wenn sie in Gel?chter ausbrachen. Alles war in Bewegung, nur Chikel, die Hundeseele, rührte sich nicht. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt nicht mitzumachen. Den bandagierten Fu? auf einem Stuhl, sa? er in der Ecke und spielte Domino mit einem unsichtbaren Gegner. Sein Kopf war verbunden und nur ein kleines Auge bewegte sich hinter dem Verband, wie ein kleines gl?nzendes Tier in einem dunklen K?fig.
?Hallo, Chikel, neulich war dein Arm verbunden und heute bist du ganz eingewickelt?"
Yann aber sagte nichts, er postierte sich vor Chikel auf und lachte unversch?mt.
?Das sind die Folgen meiner schlechten Aufführung," erwiderte Chikel mit einem scheuen Achselzucken und schob mit der zarten schmutzigen Hand die Dominosteine. Madame Chikel aber rief von der Bar herüber, da? man ihrem Lumpen keinen Sou in die Hand geben solle. Heute nacht hatte ihr Lump die Bretter der Bettstatt durchges?gt, so da? sie durchkrachte. ?O, was für eine erb?rmliche Kanaille!"
Hier Pfiff Chikel vor boshaftem Vergnügen wie eine Maus, aber augenblicklich schwieg er wieder still, da seine Gattin eine Geb?rde machte.
Der Reigen war zu Ende und die Hochzeitsgesellschaft füllte die kleine Bar. Das eigentliche Fest begann. Die Bar wurde unter eau de vie gesetzt. Man schrie und betrank sich, M?nner und Frauen. Ein Dudelsack winzelte und man tanzte. Es war eine Art Schottisch, aber die Hauptsache dabei war, da? man geh?rig mit den Holzschuhen stampfte. Das Grandhotel tobte wie das Innere einer gro?en Trommel, auf die ein Rasender mit Prügeln losschl?gt. Ganze Wolken von Staub stiegen von den Dielen auf.
Rosseherre kam in meine N?he und ich trat an sie heran und bat sie um einen Tanz.
Ihr kleines Gesicht war mit einer sonderbaren R?te bedeckt, als sei es mit Ziegelmehl gepudert. Sie lachte mich an. Ihr Gebi? blitzte. Sie sagte nichts.
?Nun, Rosseherre? Willst du nicht?"
Rosseherre schüttelte den Kopf und lachte wieder. Sie war verlegen.
?Sch?n." Ich wandte mich ab und kehrte zu Yann zurück um einen geeigneteren Zeitpunkt für eine Ann?herung abzuwarten.
Yann amüsierte sich pr?chtig. Er sa? in einer Ecke, trank, applizierte den T?nzern kleine Fu?tritte in die Kniekehle und kniff die Frauen. Ho! Ho! Ho! Und wie er dabei lachte! Schlie?lich stach er sich die Hand an seiner Krawattennadel blutig, und augenblicklich ri? er Binde und Kragen ab und zerstampfte wütend diese Anh?ngsel der Zivilisation. Nun fühlte er sich wieder Mensch, und es war merkwürdig, er trank jetzt zweimal so rasch.
Da gab es einen kleinen Zwischenfall. Jean Louis, den sie den ?Meerk?nig" nannten, ein kleiner wei?haariger Greis, sank lautlos in sich zusammen. Man trug ihn hinaus und legte ihn vor das Haus.
Rosseherre trat zu Yann. ?Gro?vater liegt vor der Tür," sagte sie etwas beunruhigt.
Yann lachte. ?Nun, und was weiter?" fragte er. ?Glaubst du, jemand wird kommen und ihn stehlen?"
Rosseherre l?chelte. Nein, nun war sie beruhigt. Yann reichte ihr gener?s sein Glas.
?Das hier ist mein Freund!" schrie er und deutete auf mich. ?Umarme ihn, vorw?rts!"
Das kam Rosseherre sehr komisch vor.
?Wir kennen uns schon," sagte ich, indem ich ihr die Hand reichte und in die Augen sah, ?aber Rosseherre will nichts mit mir zu tun haben, sie ist zu stolz."
?Stolz? O, ich bin gar nicht stolz!" rief Rosseherre singend aus und rückte verlegen an der Haube.
?Aber doch willst du nicht mit mir tanzen, Rosseherre!"
Sie lachte.
?Tanze mit ihm, tanze sofort mit ihm, er ist mein Freund," schrie Yann. ?Tanze mit ihm!" Das wiederholte er hundertmal, bis Rosseherre einwilligte.
Ich stampfte im Kreise wie die andern, Rosseherre im Arm. Sie war leicht und schmal und ihre Haare fielen weich über meine Hand.
?Du bist wohl drüben an der Küste gewesen, Rosseherre?"
Ach, nein, sie war nicht auf der gro?en Erde, sie war nur auf der Insel Molen.
?Heute in der Kirche sahst du so hübsch aus, Rosseherre. Wie eine kleine Madonna. Du hast mir gefallen, bei Gott!" sagte ich und zog sie an mich.
Rosseherre str?ubte sich nicht; sie l?chelte und sah flüchtig zu mir empor.
Sie hatte viele Sommersprossen, besonders unter den Augen. Ihr Mund war voll und weich, ein Mund, der sich beim Kusse ganz ergibt. Sie hatte fast gar keine Brauen. Kindlich und unentwickelt war ihr Gesicht, trotz der merkwürdigen, alten Augen. Auf ihrer niedrigen, eigensinnigen Stirn waren die Linien vieler Falten zu sehen, wie bei allen M?dchen der Insel und selbst bei Kindern. Denn in die grausame Helle des weiten Himmels konnte man nur mit zusammengezogenen Brauen blicken.
Wir wurden langsam in der Runde geschoben. So oft wir an Yann vorbeikamen, stach er nach uns mit seinem Bambusst?ckchen. Dann war der Tanz zu Ende.
Rosseherre war erhitzt und trocknete sich die Stirn mit dem ?rmel. Ich zog ein kleines, blaues Tuch aus der Tasche und reichte es ihr.
?Ein hübsches Foulard!" rief sie aus.
Yann prüfte fachm?nnisch das Gewebe.
?Prima!" sagte er.
Ich faltete das Tuch zusammen und legte es in Rosseherres kleine braune Hand.
?Nun?"
?Behalte es, wenn du willst, Rosseherre. Ich brauche es nicht."
Rosseherre sah mich ungl?ubig an.
?Nun, so nimm es doch, Rosseherre!" schrie Yann. ?Er ist mein Freund!"
Rosseherre sah mich dankbar an. ?Merci!" sagte sie leise und l?chelte. Sie betrachtete das Tuch nochmals von allen Seiten. ?Wo hast du es gekauft? - In Paris!?" Das konnte Rosseherre kaum fassen. Dann beugte sie sich über meine Hand und studierte die Ringe. ?Wie hübsch sie sind, Yann, sieh doch!" Ich nahm die Ringe ab und sie streifte sie über die Finger. Sie hielt sie gegen das Licht, damit sie gl?nzten, und ihre Augen waren voll verliebter Gier.
Nun aber mu?te Yann sein Gutachten abgeben. Er zog ein derbes Messer aus der Tasche hinten, schabte vorsichtig daran und ritzte die Steine. Zuletzt spie er etwas darauf und polierte sie am ?rmel.
?Echt!" sagte er.
Rosseherre war durstig und wollte gerne Cidre haben. ?Also, Cidre, Patronne! Im Namen der H?lle, rasch, sechs Flaschen!"
Yann prüfte ihn. Er roch, leckte, zerpre?te einen kleinen Schluck auf der Zunge und je weiter seine Untersuchung vorschritt, desto strahlender wurde seine Miene. Das war ein Cidre . . .! Auch Rosseherre und ich mu?ten daran riechen, Yann zwinkerte vielsagend und überh?ufte im n?chsten Augenblick Madame Chikel mit den wüstesten Vorwürfen, uns so etwas für diesen Preis vorzusetzen. Madame Chikel war gezwungen den Preis um einen Sou pro Flasche nachzulassen, ob sie wollte oder nicht. Nun war Yann glücklich.
?Ich tue das immer," sagte er, ?das sind ja lauter Diebe, diese Leute auf der Insel. Selbst die Priester sind Diebe hier." Dann zeigte er mir, wie man Cidre zu trinken habe. ?Nicht schlucken, um Gottes willen nicht schlucken - so - einfach hinablaufen lassen. Durchs Schlucken verliert der Cidre vollkommen seine Blume, seine Seele. Aber wenn man getrunken hat, mu? man die Zunge gegen den Gaumen pressen, das prickelt angenehm. So!"
Pl?tzlich schwang Yann seinen Fu? rasch unterm Tisch. ?Ich wollte nur sehen, ob ihr zwei - haha!"
Wir unterhielten uns ausgezeichnet. Auch Poupoul. Es schien, als ob die Erinnerung an seine besten Zeiten in ihm erwache. Er l?chelte. Einigemal wandte er mit gro?er Geschicklichkeit seinen Rattenfallentrick an, der darin bestand, da? er die Z?hne um ein Bein schlug und festhielt ohne zu bei?en.
Die schwarze Jeanette stand l?chelnd neben uns und sah mit verlangenden Augen zu, wie wir tafelten.
?Hole dir ein Glas, Jeanette!" rief ich ihr zu.
Aber da wurde Rosseherre purpurrot im Gesicht.
?Nun, ein Glas Cidre mag sie wohl haben?"
Yann sagte: ?Sie ist Rosseherres Feindin."
?Ach so!"
Da stand Jeanette mit dem Glas in der Hand. Yann sah sie an und l?chelte ver?chtlich.
?Du hast dir das Glas geholt?" fragte er sp?ttisch. ?Nun, trag es wieder hübsch zurück. Ho! Ho! Ho!"
Und Jeanette ?ffnete verblüfft den Mund, lachte laut und herzlich und trug das Glas zurück.
Sie tr?stete sich rasch. Ein kleiner stiernackiger Seemann hatte den Arm um sie gelegt und sie ging mit ihm hinaus. Unter der Türe sah sie lachend zu uns her und zeigte die Z?hne.
?Siehst du," sagte Yann, ?da geht sie hinaus, sie sch?mt sich gar nicht."
Die Bar tobte. Man h?tte hier einen Dampfhammer arbeiten lassen k?nnen, niemand h?tte ihn geh?rt. Ha! Ha! Ha! Hoo! Es entstanden heulende Schwingungen infolge des Get?ses und zuweilen schien es, als fliege das Grandhotel durch die Luft. Diese stillen, schweigsamen Leute, die in der Einsamkeit der Wogen beim Rauschen des Meeres arbeiteten, brüllten heute für ein ganzes Jahr. In der Ecke stand einer, den Kopf gegen die Wand gelehnt, die Augen verzückt geschlossen, und ri? das Maul auf und schrie sinnlos heraus.
Die K?pfe dampften, die Arme wirbelten. Die Augen glühten wie geschmolzenes Blei in den brandroten Gesichtern. Die Frauen kreischten und quiekten. Es herrschte eine Betrunkenheit, die in Europa l?ngst ausgestorben ist. Nur Chikel sa? in seinem Winkel und spielte Domino.
Ich mu? gestehen, da? ich mich hier zu Hause fühlte. Ich liebe sittsame Gesellschaften nicht. Zuweilen staut sich die Luft in meinen Lungen und dann macht es mir Vergnügen zu brüllen. Die überschüssige Kraft zuckt in meinen Muskeln und sie werden pl?tzlich hart wie Stein, und dann ist es hübsch einen Teller in Stücke zu schlagen. Siehst du! Wenn mich in guter Gesellschaft ein Idiot langweilt, so mu? ich dazu l?cheln, hier aber kann ich ihm sofort sagen, da? er in die H?lle fahren m?ge. Ja, bitte! Hier konnte man auch trinken, ohne sofort als Pavian zu gelten und tausend gestreckte Meilen Abstand zwischen sich und seine Umgebung zu legen.
Ha! Ha! Ha! Hooo!
Kedril hat allen Grund mit seiner Hochzeit zufrieden zu sein. Und er war es. In eine Wolke von Alkohol eingehüllt, mit Gespensteraugen, ging er mit einer Flasche in der Hand umher, wie ein Sprengwagen. Und dazu sprach dieser Mann eine vollkommen neue Sprache! Hatte sich der Geist eines H?hlenbewohners Chikels Seele bem?chtigt und ritt sie?
?Was zum Teufel redet er denn?"
Yann wu?te es. ?Die Mondsprache," sagte er und begann eine Unterhaltung in diesem Idiom mit Kedril. Kedril war entzückt, er verstand, er antwortete. Ich aber war Ausl?nder, Kedril sah das ein.
?Wo steckt denn deine Frau, Kedril?"
?Frau? Frau? Frau?" Kedril tanzte mit der Flasche. O, er hatte ganz vergessen -
?Wie sch?n der Priester heute gesprochen hat, wie?" fuhr er fort. ?Du sollst dich nicht vollsaufen, hahaha, so sch?n, so rührend hat er gesprochen. Morgen passiert die ?Lady of Ireland', morgen abend, wirst du mitkommen? Eine Spazierfahrt. Ja, sagte ich, mein kleines Haifischchen -" Er erz?hlte verworren von seinem Haifisch, den er im vorigen Sommer gefangen hatte. ?Mein kleiner Haifisch, ich sehe ihn, er marschiert daher, komm heran, mein Kleiner, mit deinen hübschen Z?hnchen - keine Angst, gib mit die Ehre." Es sah aus, als habe er ihn mit der Hand gefangen und an den Z?hnen herausgezogen - ekelhaft!
?O Kedril, Pilot Nummer Eins, Haifischf?nger, ich sage dir, mein Bruder, dieser Haifisch, der dich berühmt gemacht hat, war dein Verderben. Du warst der ordentlichste Mann der Insel, jetzt geht es dahin mit dir. Du hast geheiratet, wirst Kinder zeugen, Hydrocephalen, du wirst dein Boot vertrinken und deine Frau wird dich windelweich hauen. Es gibt kein Zurück mehr."
Kedril war gerührt über meine Ansprache. Er umarmte und kü?te mich. ?Dank, mein Freund, du meinst es gut mit mir!"
Ich drückte ihm verstohlen ein Fünffrankenstück in die Hand. ?Es soll lustig hergehen auf deiner Hochzeit, Pilot."
Kedril prüfte die Münze zwischen den h?lzernen Fingern und bohrte sich mit der Flasche in die Mauer von Rücken, die die Bar umgab.
Eine neue Epoche des Festes begann. Sie charakterisierte sich dadurch, da? es in allen Ecken klirrte und kurze Streitigkeiten aufflackerten. Sie wurden in triefender Sentimentalit?t ertr?nkt. Die beiden Papageien, die man hereingenommen hatte, turnten auf ihrer Stange und schrien begeistert.
?Und nun spiele!" rief Yann. ?Du hast doch die Fl?te dabei?"
?Jawohl!"
?So spiele uns etwas."
Ich nahm die Fl?te aus der Tasche, feuchtete die Lippen an und lie? die Finger über die L?cher galoppieren. Und meine kleine Fl?te sang:
Freut eu-ich des Lebens, weil no-och das L?-?mpchen glüht -
Pflücke-et die Rose, eh' sie-ie verblüht - -
Hoho! Bravo! Bis - bis!
Und wieder sang meine kleine Fl?te:
Freut eu-ich des Lebens . . .
Der Dudelsack winselte und die Holzschuhe stampften.
Da war auch die schwarze Jeanette wieder. Sie stand mit einem jungen Fischer und sah zu uns her.
?Da ist sie wieder!" sagte Yann ver?chtlich.
Wirklich, sie sch?mte sich nicht im geringsten.
Ich tanzte immerfort mit Rosseherre.
?Tanzt nur, tanzt nur!" schrie Yann. Nun, wir tanzten. Wir wurden gequetscht und getreten, aber es war sch?n. Rosseherres kleine Brust atmete erregt. Ihr Gesicht war rot vom Cidre. So oft ich sie an mich zog, sah sie zu mir empor und lachte mich an. Martina zupfte mich am Arm und sagte: Hallo! Aber ich beachtete sie gar nicht. Es gab hier einige M?dchen, die mir gro?es Entgegenkommen zeigten, aber was waren sie gegen Rosseherre? Sie hatten alle dicke B?uche, als ob sie guter Hoffnung w?ren, Rosseherre dagegen, ha!
?Vielleicht werde ich dir einmal einen meiner Ringe schenken, Rosseherre," sagte ich ihr ins Ohr. Wie hübsch ihre kleine wei?e Haube war, und ihr Mieder war mit einem halben Hundert farbiger Nadeln zugesteckt.
Pl?tzlich aber tanzte etwas durch die Luft, tanzte und tanzte mir mitten auf die Stirn. Ein Weinglas. Ich bekam einen kleinen Ri? in die Haut und blutete. Ich richtete mich auf. Im Falle es auf der Insel Sitte sein sollte mit Gl?sern zu werfen, diese Sitte machte ich nicht mit, nein, merci!
?Wer hat geworfen?" schrie ich. Rosseherre zupfte mich am Arm und ich verstand.
Es war Yann. Er lachte, und in seinen hellblauen Kinder?uglein sah ich gerade den letzten Funken Zorn erl?schen.
Deine letzte Stunde ist gekommen, kleiner Kapit?n. Alle Kalenderheiligen k?nnen dich nicht mehr retten!
?Hehe!" lachte Yann und wand sich. ?Du wirst doch nicht! Hehehe, ihr sollt endlich aufh?ren zu tanzen."
?Er blutet ja," sagte Rosseherre und reichte mir das kleine Tuch, das ich ihr geschenkt hatte.
Das beruhigte mich augenblicklich. Yann geno? ja mildernde Umst?nde, das Leben sollte ihm noch einmal geschenkt sein. Meine gute Stimmung kehrte zurück, denn war es nicht rührend, da stand Rosseherre mit dem Tuch in der Hand. Meine Seele, über die eben ein Taifun dahinwirbelte, lag spiegelglatt da. Ich lachte. Ja, man mu? lachen über ein Rindvieh deines Kalibers, Yann! Ich bedauerte ihn sogar ein wenig. Er hatte zwei kolossale strategische Fehler gemacht. Erstens hatte er mir durch den voreilig abgefeuerten Schu? seine Stellung verraten, und zweitens hatte er Rosseherre gezeigt, da? er eifersüchtig war. Und das war der schlimmere Fehler.
Yann stand auf und legte die Hand feierlich aufs Herz. Seine treuen Kinderaugen standen voller Tr?nen. ?Ich wollte ja nur ein wenig werfen, ein wenig, mein Freund."
Ich reichte ihm die Hand. Auch ich hatte Tr?nen in den Augen. Wir umarmten und kü?ten uns wie es sich geh?rt, und somit war die Sache erledigt.
Rosseherre aber stand stumm da und ihre niedrige Stirn war in tausend kleine Falten gekr?uselt, wie das Meer, wenn es zu wehen anf?ngt.
Ich wusch die Schramme mit Cidre aus und bestellte Wein. ?Wir wollen Dampf aufsetzen! Rosseherre lache!"
Rosseherre l?chelte.
Nun war alles in Ordnung.
Es schien mir nur recht und billig, da? ich mich für Kedrils Einladung revanchierte, indem ich etwas ganz Au?erordentliches zur Erh?hung des Festes beisteuerte. Infolgedessen gab ich einen Cakewalk zum besten. Ich h?mmerte mit den Abs?tzen darauf los - hang it all -
Da was no ha'r on de top of his haid
De place whar de ha'r ought to grow!
An he had no teef fo' to eat de hoe-cake
So he had to let de hoe-cake go!
Hang up de fiddle ad de bo-oo-ow -
O-oo-ooh! Hahaha! Was war das für ein Erfolg!
Poupoul umkreiste mich kl?ffend, er fürchtete um meinen Verstand.
Take down de shovel and de hoe -
Kedril dankte mir gerührt. Dann stotterte er, da? Madame Chikel nichts auf Borg g?be, und ich suchte meine Franken zusammen. Keinen Dank, Kedril, wegen Aufgabe des Gesch?fts wird das Lager verschleudert.
Eine neue, gl?nzendere Epoche des Festes begann. Rosseherre aber tanzte nicht mehr mit mir.