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Chapter 4 Kinoerdkunde im Theater und in der ffentlichkeit

Wenn ich dem Gegenstand ??ffentliche erdkundliche Vorstellungen" einen r?umlich nicht sehr umfangreichen Abschnitt widme, so liegt das nur daran, da? Wesentliches - und zwar unentbehrlich Wesentliches - darüber in den vorangegangenen und den folgenden Abschnitten, vor allem aber in meiner Schrift ?Kino und Kunst" enthalten ist.

Besonders in letzterer habe ich ausführlich nachgewiesen und begründet, weswegen erdwissenschaftliche Darstellungen die Haupt- und vornehmste Aufgabe für den Kino sind; ich habe dort aber auch so eingehend wie m?glich beschrieben, wie derartige Aufführungen als Gesamtkunstwerk beschaffen sein müssen, wenn sie Wert haben sollen. Daselbst ist, und ausführlicher in dieser Schrift wiederholt, auch angegeben, wie schon bei der Aufnahme selber die Rücksicht auf meisterhafte Vorführungswirkung beginnen mu?, und welche Anforderungen die Filme sachlich erfüllen müssen. Es ist somit nunmehr jedem Mi?verst?ndnis vorgebeugt, von was für einer Art von geographischen Vorstellungen ich mir den Erfolg verspreche, von dem hier die Rede ist. Es kann mir ganz und gar nicht mehr entgegnet werden, erdkundliche Filme ?interessierten" das Publikum nicht, da die Filme, an denen solche Erfahrungen gemacht worden sind, weder selbst noch so, wie und in welcher Umgebung sie aufgeführt wurden, eine h?heres Interesse hatten. In dieser Schrift sind wiederum schon mehrmals die starken F?den aufgewiesen worden, die sowohl die erdkundliche Forschung wie den erdkundlichen h?hern und Schulunterricht mit den Kinotheatern und der ganzen Organisation des Filmmarktes verbinden. Hiervon soll noch besonders die Rede sein. Jedenfalls wiesen wir darauf hin, da? zur Erreichung einer anst?ndigen H?he der ?ffentlichen Kinematographie diese nicht nur emporsteigen, sondern auch erdkundliche und erzieherische Wissenschaft zu ihr ?hinabsteigen", besser gesagt, sie eng zu sich heranziehen müssen. Hinzuzufügen w?re, da? wieder das eigens hierzu eingerichtete Kinotheater der eigentliche Mittelpunkt ?ffentlicher Vorführungen ist und bleibt. Vereine - z. B. Volksbildungs-, kaufm?nnische Vereine - werden selten in der Lage sein, eigne Vorstellungen ohne Mithilfe der Kinotheater und anders als in deren R?umen zu veranstalten. Das liegt in der Organisation des Gesch?fts begründet, wovon ich das zu wissen N?tige, soweit es nicht der n?chste Abschnitt bringt, im ?Buch vom Kino" mitteilen werde. Aus demselben Grunde sind die Einrichtungen nach Art der Urania in Berlin und Wien, des ?Poloptical Institute" in London usw. auf diesem Gebiete vor den Kinotheatern im Nachteil; ihnen ganz eigentlich und viel mehr als den Menschentheatern sind die Kinos eine ?Konkurrenz", vor der sie sich nur dadurch retten k?nnen, da? sie sich nach Organisation und Vorführungsplan ganz in ihre Reihen stellen, d. h. selber ?Kinotheater" werden. Das in den zu einer Vorstellung n?tigen Filmen enthaltene Kapital kann - abgesehen natürlich von der Mithilfe von Wohlt?tern oder ?ffentlichen Mitteln - nur ein Ring von regelm??igen Abnehmern verzinsen, deren ganzer Betrieb also auch gleichm??ig geregelt sein mu?.

?ffentliche erdkundliche Vorstellungen werden also in der Hauptsache immer ?Kinovorstellungen" bleiben, und darüber freuen sich ausnahmsweise mal die Kinobesitzer und die ganze ?Fachwelt" ebenso wie die b?sen ?Kinoreformer". Denn diese wünschen nicht nur sich und ihren Freunden in erster Linie musterhaft ausgebildete ?Erdkundeabende" um des Genusses willen, sondern sie versprechen sich auch gerade davon die unwiderstehliche Verdr?ngung minderwertiger Kinodarbietungen. Um so mehr haben wir Ursache, dem Thema ?Kino und Erdkunde" im engern Sinne peinlich genau nachzugehen, um zu prüfen, ob wir uns nicht T?uschungen hingeben, denen dann früher oder sp?ter die Ernüchterung folgen mu?. Warnend steht uns ja das Schicksal all der ?Panoramen" vor Augen, in denen allw?chentlich oder ?fter wechselnd erdkundliche Stereoskopbilderreihen gezeigt werden, und die trotz des Reizes und des Lehrwerts des Dargebotenen meist sozusagen ?am Hungertuche nagen". überhaupt bildet ja der Mi?erfolg so manches gut und ?bildend" oder ?lehrreich" gemeinten und angefangenen Unternehmens das Hauptschlagwort aller Gegner einer Veredlung geistiger Volkskost.

Das Kinotheater hat aber vor dem ?Panorama" und ?hnlichem dreierlei voraus: erstens eine viel günstigere wirtschaftliche Organisation überhaupt, die ihm st?ndigen Wechsel des Dargebotenen ohne Belastung des einzelnen mit bleibenden Filmanschaffungen erm?glicht; zweitens den unvergleichlich mannigfaltigen Reiz seiner Techniken, der sich durch kunstgem??e Vorführung vielf?ltig steigern l??t. Drittens die st?ndige ?Aktualit?t", d. h. das - leicht zu erhaltende - Tagesinteresse des Vorgeführten. Dadurch, da? die Kinematographie t?glich neu aus aller Welt ihre Bilder holt, kann sie auch das t?glich neue und besonders Fesselnde zeigen. Allerdings w?re sie in der Lage, gerade diese ?Aktualit?t" - den intimen Augenblicksreiz ihrer Vorführungen dadurch noch besonders zu steigern, da? sie den unerme?lichen Schatz ihrer einmal eingeheimsten erdwissenschaftlichen Negative beweglicher und anpassungsf?higer als bisher zur Erg?nzung aktueller Programme bereithielte. Nicht die Einzelaufnahme ist in der Regel ?aktuell" in dem Sinne wie etwa eine Zeitungsnachricht - sondern im ?Programm" mu? die Aktualit?t liegen. Wirklich ?aktuelle" Einzelaufnahmen sind gew?hnlich überhaupt nicht m?glich, da ?aktuelle" Ereignisse sich nicht so anzukündigen pflegen, da? der Kino rechtzeitig dazu kommt; und der Weg des Films von der Aufnahme durch die Ateliers und die Vertreterr?ume in die Kinos ist für gew?hnliche F?lle immer noch zu lang. Seine bedeutende Beschleunigung für erd- und v?lkerkundliche Aufnahmen - wozu zum Teil ja auch politische zu z?hlen sind - w?re sehr zu wünschen.

Ein Programm ?aktuell" zu gestalten, dazu reicht aber die Zeit immer noch aus. Das ist überhaupt viel mehr Sache der geistvollen und lebendigen Behandlung des Ganzen durch den Leiter, als der zuf?lligen Beziehung auf Tagesereignisse. Diese letztere Beziehung sollte - besonders in erdkundlichen Vorstellungen - überhaupt nicht die Hauptsache sein. Wenn auf dem Balkan Krieg ist, so kann die Kinematographie von dem, was wohl lohnend w?re - Schlachten und all die Begleitgreuel des Krieges - in der Regel nichts bringen, weil es erstens ein zu gro?es Wagnis für den Aufnehmenden, zweitens mit zu gro?en technischen Schwierigkeiten verbunden w?re, namentlich die Ereignisse nicht vorher zu berechnen w?ren, drittens es zumeist von den interessierten Parteien verhindert würde, und endlich, wenigstens in diesem Falle - die Vorführung der Aufnahmen wohl gar anst??ig, aufhetzend usw. gefunden werden würde. Das letztere leider ohne da? man sich erfolgreich dagegen wenden k?nnte, solange nicht der Gegenstand, sondern die übliche Art der kinematographischen Behandlung so geschmacklos und dumm ist. In Ermangelung derartiger Aufnahmen dann irgendein Landschaftsbild aus Serbien oder Albanien zu geben, ist aber - abermals in Anbetracht der Art dieser Aufnahmen - etwas, was wenig Dank beim Publikum findet. Besserung, d. h. Erfolgsbürgschaft k?nnte nur durch eine Reihe von Aufnahmen geboten werden, die in der in meinen Schriften angegebenen Weise gemacht, zusammengestellt und vorgeführt würden. - Aber es gibt eine Menge geographischer Aufnahmen - und gerade dieser -, die nicht durch Beziehung auf ein einmaliges Tagesereignis, sondern auf Gedanken, Bewegungen, Str?mungen, Interessen ?aktuell" sind, die auf l?ngere Zeitr?ume die Hirne der Besten besch?ftigen, und von da auch durch tausend Kan?le der Presse usw. in die gro?e Masse gelangen. Einer der wichtigsten dieser Gedanken ist der vaterl?ndische, mit seiner von ihm unzertrennbaren Kehrseite, dem internationalen Interesse. Wir müssen uns gegenw?rtig halten, da? jeder Film ein ?Vaterland", eine Menschenheimat und je nachdem ein Stück nationale Landwirtschaft, Industrie, Verkehrswesen, Kunst usw. vorführt. Bei uns leider meist nur ausl?ndische ?Heimatbilder", die bei uns Deutschen mehr oder minder beabsichtigt, uns mehr oder minder bewu?t für die Eigenart, die Erzeugnisse, die Fruchtbarkeit usw. des betreffenden Landes werben. D. h. sie erfüllen uns nicht nur (erfreulicherweise!) mit dem Gefühl warmer menschlicher Teilnahme, die überall leicht erweckt werden kann, wo wir unbefangenes menschliches Glück, besonders aber tüchtige Leistungen sehen, sondern sie veranlassen uns auch, Erzeugnisse des Auslandes zu kaufen und zu sch?tzen, unsere Reisen dahin zu richten, unter Umst?nden ziehen sie auch wertvolle Volksgenossen zu Tausenden dahin. Ganz bewu?t im Dienste solcher Zwecke arbeitet bekanntlich z. B. zurzeit Kanada. Aber nicht minder bewu?t und unwillkürlich stehen auch die Filmfirmen Frankreichs, Englands, Amerikas, Italiens, Norwegens im Dienste ihrer L?nder, geben uns ein anschauliches, werbendes Bild von ihrer Gr??e und Macht, ihrem Wohlstand, ihrer Arbeit; lassen uns an eindrucksvollen politischen Ereignissen wie am intimen Leben ihres letzten Dorfes teilnehmen. Es ist gar nicht abzusehen, wieviel infolgedessen diese L?nder im Vergleich zu andern der Vorstellung breitester Kreise im Auslande nahe gerückt sind, und in welchem Grade das ihrer Exportindustrie, aber auch ihren mehr geistigen Interessen genützt haben mag. Fern liegt es mir, dieser Form anst?ndigen Wettbewerbs um unsere Achtung, unsere Freundschaft, unser Verst?ndnis und - unsere Kundschaft irgendwelche Einschr?nkung zu wünschen. Aber wo bleiben wir? Bekanntlich werden in Deutschland au?erordentlich wenige Filme hergestellt, am wenigsten erdkundliche usw. Ausnahmen tauchen freilich auf, aber es w?re wertvoll, einmal festzustellen, wie weit deutsche Landschaften, landwirtschaftliche, Industrie-, Volkslebenaufnahmen in den Theatern Frankreichs, Englands, Italiens, Amerikas usw. auch zur Anschauung gebracht werden, und ob man dort etwa von den deutschen Mittelgebirgen, Str?men und St?dten, vom Spreewald und vom Schwarzwald, von der deutschen Eisen- und Maschinenindustrie, unserer Volks- und Arbeitsorganisation usw. usw. ebensoviel und h?ufig zu sehen kriegt, wie wir etwa von der Herstellung der ?lsardinen in Frankreich, Italien und Afrika und dem Teebau in China. Für uns selber h?tten natürlich diese Aufnahmen nicht minder Wert wie für das Ausland; wir s??en gleichsam hinter der Leinwand, und die Fremden davor. Es ist hier ?hnlich wie mit den ?Filmen" zeitgeschichtlichen Inhalts, von denen ich in ?Kino und Kunst" sprach. So wie diese ihren ?aktuellen" Wert, d. h. Gegenwartswert, gerade dadurch erhalten, da? wir sie mit den Augen des fernen Nachkommen betrachten, der die Kulturgeschichte unserer Zeit studiert, so liegt das stetige ?aktuelle" Interesse deutscher erd- und volkskundlicher Aufnahmen darin, da? wir uns sagen: ?Das sehen nun in diesem selben Augenblick Hunderttausende und vielleicht Millionen Menschen in der weiten Welt. Hierdurch und so lernen sie Deutschland, seine Sch?nheit und Eigenart, seine Arbeit und - uns kennen. Ist das der richtige Eindruck, den sie bekommen? Und haben wir Grund, stolz darauf zu sein, oder w?re hier und da etwas zu verschweigen gewesen?" Natürlich soll dieses ?Sehen mit den Augen des Auslandes" uns nur veranlassen, die eignen besser aufzumachen. Nicht etwa das Bestreben erzeugen, das Ausland als Muster und nachzuahmende H?he zu vergleichen, sondern im Gegenteil die heimische Eigenart immer mehr zu begreifen, zu lieben und zu f?rdern. Aber immer nicht in dummem ?Partikularismus", sondern mit Weltblick. Die Kinematographie kann ein gut Stück gesunden internationalen Sinn erziehen, gerade in dem sie recht anschaulich macht, wo die Kraft und Eigenart des Vaterlandes liegt und - wo wir sie nicht suchen müssen. - Wir haben aber auch genug vaterl?ndische Gesichtspunkte, die uns jede gute eigne Heimataufnahme jederzeit ?aktuell" machen. Ich erinnere an Heimatkenntnis, Heimatverst?ndnis, -schutz und -pflege, an die besondern Bestrebungen für Heimat- und Naturdenkm?lerschutz, Sitten- und Trachtenerhaltung usw., worauf ich schon hinwies. Ich erinnere ferner an die gro?en Aufgaben des innern und ?u?ern Kolonial- und Besiedlungswesens. Zeigt uns doch Kinoaufnahmen aus unsern deutschen Kolonien, um uns für sie zu begeistern, lehrt aber auch den Westdeutschen, wie es im Osten hergeht usw.; zeigt dem Gebirgler den Gemüsebau des Elblandes und die Kornfelder der Goldenen Aue, zeigt dem Binnenl?ndler unsere, aber unsere Handels- und Fischerflotte, zeigt uns, wie unser Brot, unsere Kleider, unsere Maschinen gemacht werden, zeigt das Leben der deutschen Volksst?mme überall in ihrer Landschaft, zeigt dem weltabgeschiedenen D?rfler das Gewimmel der Gro?stadt, aber dem Gro?st?dter auch wieder die Arbeit und die Daseinsbedingungen der Landwirtschaft! Treibt Volksverst?ndigung durch den Kino, sowie ihr an V?lkerverst?ndigung teilnehmt!

Unz?hlig sind - wie ich ja eingangs allgemein ausgeführt habe - die Gesichtspunkte, unter denen jedermann heute erdkundliche Vorstellungen aller Art interessant, ja von brennendem Tagesinteresse sind. Wenn sie nur gut sind und richtig vorgeführt werden. Auch heute schon lie?en sich wertvolle und dankbare Programme dieser Art für Kinotheater zusammenstellen, wenn auch l?ngst nicht so reichlich wie ?dramatische" und gemischte. Bedingung w?re nur, da? das gesamte, also auch ?ltere Filmmaterial der Welt dauernd zug?nglich bliebe, wovon ich im folgenden Abschnitt spreche. Bedingung für den Erfolg w?re aber ferner natürlich die v?llige Lostrennung erdkundlicher Vorführungen von andern, sowohl ?dramatischen" wie auch sonst ?naturwissenschaftlichen" usw. Diese Lostrennung ist erforderlich erstens um der Wirkung der betreffenden Filme usw. selber willen, die ja eine geschlossene Vorstellung mit einheitlicher Idee bilden müssen, und deren meist feinere Reize in Umrahmung durch Sensationsdramen, Possen usw. nicht entfernt zur Vollwirkung kommen würden. Zweitens ist sie erforderlich, weil die Besucherkreise solcher Vorstellungen im allgemeinen v?llig andere als die der gemischten und ?Sensationsprogramme" sind. Die einen wollen dies, die andern jenes nicht sehen. Erdkundliche Bilder vertragen sich mit Sensationsbildern wie Feuer und Wasser. Die Kinotheater sollten z. B. - je nach den Verh?ltnissen - alle zwei Wochen oder jede Woche Montags oder Montags und Donnerstags bekanntgeben:

?Heute: Naturschauspiele,

Kinematographisches Programm ..."

oder etwa die Nachmittage diesem Gegenstand widmen oder jeden Monat eine Woche u. dgl. Die Ankündigung mü?te ferner enthalten Angabe des Themas und seiner Gliederung, der einzelnen Bewegungs- und Lichtbilder, des Vortragenden und des geistigen Urhebers, gegebenenfalls auch der Hauptaufnahmekünstler usw. Jeder sieht ein, da? die geistige Urheberschaft eines solchen Programms - umfassend die Zusammenstellung der Filme und Lichtbilder, der Ausarbeitung des Begleitvortrags und der Erl?uterungen, der Musik- und Regieangaben usw. - dasjenige ist, wovon wesentlich der Wert und also auch die Werbekraft eines solchen Programms abh?ngt. Aus hundertmal angegebenen Gründen kann ja der einzelne Kinobesitzer als solcher sein Programm nicht frei zusammenstellen, es mu? ringm??ig vorgeführt werden. Die Programmschaffung mu? also an Mittelstellen geschehen, wozu Reformkino-Verleihanstalten, aber auch popul?rwissenschaftliche Vereine usw. berufen w?ren, in deren Auftrage natürlich jeweils ein einzelner oder ein kleiner Ausschu? die geistige Arbeit zu leisten h?tte. Die Vorführung selber würde aber ebenfalls mindestens die Mitwirkung eines Fachgebildeten als Vortragenden und Leiter erfordern. Dieser brauchte nicht jedesmal wissenschaftlicher Geograph, Lehrer oder dergleichen zu sein; im Gegenteil ist hier ja das erste Erfordernis eine gute klare Vortragsgabe und im besten Sinne volkstümliche Wirkung; unerl??lich ist aber auch volles eignes Verst?ndnis für den vorgetragenen Stoff.

Es ist sicher, da? erdkundliche Vorstellungen, nach diesen Gesichtspunkten und in dieser Art gestaltet, gro?en Erfolg haben würden. Auch hier hat reformbeflissenes, aber zu billigen Zugest?ndnissen nur zu leicht geneigtes, von keinerlei Sach- und Fachkenntnis beschwertes, ?sch?ngeistiges" Laientum bereits viel Schaden getan, indem es erfolglose Versuche veranla?te und sich daran beteiligte, und die Begriffe von dem, was eigentlich anzustreben ist, verwirrte. Entweder es wird mit diesem verantwortungslosen Laientum im Kinoreformwesen unerbittlich ger?umt, und sach- und fachkundiger Ernst zieht ein, oder wir müssen alle Hoffnung auf Besserung für lange vertagen.

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